Brutto vs. Netto: Was bleibt vom Gehalt?

Der Unterschied einfach erklärt — und warum vom Brutto so viel abgeht.

Von Michael Bennett · Aktualisiert Juni 2026

Das Bruttogehalt ist dein Gehalt vor Abzügen; das Nettogehalt ist das, was nach Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt und auf dein Konto kommt. Bei einem mittleren Einkommen bleiben oft rund 60–65% des Bruttos als Netto.

Kurz gesagt

Vom Brutto gehen zuerst die Sozialabgaben (ca. 20% Arbeitnehmeranteil) und dann die Lohnsteuer ab. Wie viel genau übrig bleibt, hängt von Einkommen, Steuerklasse und Krankenkasse ab. Den genauen Wert zeigt der Brutto-Netto-Rechner.

Die Abzüge im Überblick (2026)

AbzugArbeitnehmeranteil
Rentenversicherung9,3%
Krankenversicherung (inkl. Ø Zusatzbeitrag)~8,5%
Pflegeversicherung1,9% (kinderlos 2,5%)
Arbeitslosenversicherung1,3%
Lohnsteuerje nach Steuerklasse

Ein Beispiel

Bei 50.000 € brutto im Jahr (Steuerklasse I, ledig) gehen rund 10.500 € Sozialabgaben und etwa 6.700 € Einkommensteuer ab — es bleiben grob 32.800 € netto, also rund 2.730 € pro Monat. Die genaue Zahl hängt von deiner Steuerklasse, Kirchensteuer und dem Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse ab.

Warum geht so viel ab?

Ein großer Teil sind keine „Steuern", sondern Sozialabgaben, die in deine Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung fließen. Die Lohnsteuer steigt progressiv: Bis zum Grundfreibetrag (12.348 € in 2026) zahlst du keine Einkommensteuer, danach steigt der Satz von 14% bis maximal 42% (bzw. 45% bei sehr hohen Einkommen).

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Brutto = Gehalt vor Abzügen. Davon gehen Sozialabgaben und Lohnsteuer ab; was bleibt, ist das Netto auf deinem Konto.

Wie viel Prozent gehen vom Brutto ab?

Typischerweise rund 30–45% je nach Einkommen und Steuerklasse — bei mittlerem Einkommen bleiben oft ~60–65% netto.

Vereinfachte Erklärung, keine Steuerberatung.